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Stadtmeisterschaft Handball

„We are the (Handball) champions…

In der Turnhalle der Mittelschule West wurde zum 5. Mal die Stadtmeisterschaft Handball für die 5. und 6. Klassen ausgetragen. Jeweils 10 Schüler unserer Sportklassen 5d und 6d durften sich mit Vertretern der beiden Neumarkter Gymnasien messen und konnten zum wiederholten Male den Sieg erringen.

Äußerst souverän und spielerisch überzeugend bezwangen unsere Sechstklässler sowohl das Ostendorfer als auch das Willibald-Gluck deutlich und sicherten sich verdient den Siegerpokal.

Wesentlich spannender machten es unsere Fünftklässler, die gegen das WGG nur ein Unentschieden erzielen konnten, das OG anschließend klar bezwangen und darauf hoffen mussten, dass das Ergebnis der beiden Rivalen zu unseren Gunsten ausfällt; Spannung pur und viele Emotionen auf der Tribüne! Und nach langen 20 Minuten endlich die Gewissheit, ebenfalls Sieger!

…of Neumarkt!“

Andreas Bäumel

Sicherer Umgang mit Medien

MEDIENKOMPETENZ  –
Sicherer Umgang mit Medien

Medienvortrag der Hanns-Seidel-Stiftung 2019

Foto: Robert Wolrab
Foto: Robert Wolrab

Im Internet sind die meisten Kinder und Jugendlichen zu Hause. Neben vielen tollen Möglichkeiten birgt das Internet aber auch Risiken.

  • Wie können Eltern, Fach- und Lehrkräfte gefährdende Inhalte erkennen und blockieren?
  • Wie lernen Kinder, sicher und kreativ mit den neuen Medien umzugehen?
  • Wie unterstützt man Jugendliche bei Themen wie Mobbing im Internet?

Viele qualifizierte Anlaufstellen bieten Infos, Empfehlungen, Tipps und teilweise auch persönliche Beratung. Technische Hilfen wie Filter-Software, Jugendschutzprogramme und personalisierte Startseiten mit kindgerechten Inhalten können helfen, Risiken im Netz zu verringern.

  • Ab wann ist mein Kind alt genug für ein Smartphone?
  • Ab wann sollte ich meinem Kind erlauben, im Internet zu surfen?
  • Woran erkenne ich gute Websites für Kinder und Teenies?
  • Welche Webangebote und Apps eignen sich für Kinder/Jugendliche?

Umfassende Infos, Rat und Hilfe rund um das Thema Sicherheit im Netz erhielten Schüler der 6. Klassen und im Abendprogramm die Lehrer sowie Eltern, für mehr Sicherheit mit den neuen Medien im Netz von der Hanns-Seidel-Stiftung.

Foto: Robert Wolrab
Foto: Robert Wolrab

Englisch-Lesewettbewerb

Englisch-Lesewettbewerb beim britischen Usborne Verlag in Regensburg

„Es gibt mehr Schätze in Büchern als Piratenbeute auf der Schatzinsel… und das Beste ist, du kannst diesen Reichtum jeden Tag deines Lebens genießen,“ sagte Walt Disney schon. Lesen macht Jugendlichen Spaß, egal ob mit Kindle oder herkömmlichen Buch, und dass ihnen das Lesen in der Fremdsprache Englisch auch keinerlei Probleme macht, das konnten am Donnerstag, 27.06.2019, jeweils vier Mädels und Jungs der beiden Neumarkter Realschulen unter Beweis stellen. In einem Vorentscheid an der Knabenrealschule wurden die besten Leser und Leserinnen der 7. Jahrgangsstufe für ein besonderes Finale ausgewählt, sie durften ihre Englisch-Lesefertigkeiten beim britischen Kinderbuchverlag Usborne in Regensburg zeigen, wo sie zusammen mit ihren Lehrkräften Veronika Northam und Edith Worden von der Vertragsleiterin Claudia Westlake herzlich begrüßt wurden. Jeder Leser bzw. jede Leserin durfte einen bereits bekannten Text vortragen und wurde in den Kategorien Lesefluss, Aussprache und Betonung bewertet. Als beste Leserinnen wurden Rosalie Kerling und Tina Ugiagbe von der Mädchenrealschule gekürt und als beste Leser gingen Leo Lang und Tylor Hicks von unserer Schule als Sieger hervor. Sie wurden mit amerikanischen Süßigkeiten belohnt, außerdem gab es Buchpreise und ein Eis für jeden der Teilnehmer vom Usborne Verlag.

Fairer Stadtrundgang 7b & 7c

Eine Welt

Es ist heiß. Sehr heiß. Doch ich sitze seit gefühlt unendlich vielen Stunden in einer maroden Fabrikhalle im Nirgendwo und schufte. Ich bin müde. Sollte ich aber langsamer arbeiten oder es wagen, einzuschlafen, kommt der Aufseher und schlägt mich oder sperrt mich in eine Kühlkammer.
Diese Sätze könnten wohl in einem beliebigen Band der „Tribute von Panem“ stehen, doch leider kommt es tagtäglich in Fabriken von Entwicklungsländern zu solchen Missständen.
Dass es auch anders geht, wurde den Klassen 7b und 7c, am 08.05.2019 und 10.05.2019 auf dem „Fairen Stadtrundgang“ durch Neumarkt von Frau Rupp, einer Mitarbeiterin des Eine-Welt-Ladens Neumarkt erklärt. In dem Geschäft finden sich Artikel von A – Z mit einer besonderen Eigenschaft: Sie wurden unter fairen Bedingungen nachhaltig hergestellt.
Zu Beginn des Workshops legte Frau Rupp zunächst eine Weltkarte auf den Boden und ließ die 30-köpfige Klasse 30 Stücke Schokolade auf die Kontinente verteilen, um deren Wohlstand und die Verteilung des Weltvermögens zu verdeutlichen. Schnell wurde das Ungleichgewicht zwischen den reichen Kontinenten wie Europa und Nordamerika und den ausgebeuteten armen Kontinenten wie Afrika und Asien deutlich.
Angekommen am Bürgerhaus erfuhr die Schulklasse, dass die Stadt Neumarkt die erste Fairtrade-Stadt Bayerns ist und das Amt für Nachhaltigkeit im Bürgerhaus seinen Sitz hat. „Nachhaltig bedeutet“, so erklärte Frau Rupp, „dass wir nicht mehr verbrauchen als nachwächst. Auf diese Weise stehen die Ressourcen, die wir haben, auch unseren Nachfahren noch zur Verfügung.“
Am Beispiel des fair gehandelten Kaffees, der im Bürgerhaus übrigens ausschließlich getrunken wird, wurde den Schülern vor Augen geführt, welche Konsequenzen niedrige Kaffeepreise für einen Kaffeebauern zum Beispiel in Kolumbien mit sich bringen. Fünf Jahre benötigt ein Kaffeebauer bis er seine Kaffeebohnen ernten kann. Zusätzlich sind die Preise von den Schwankungen an der Börse abhängig. Für die Bauern ist der Anbau deswegen oft unrentabel, sodass sie oftmals auf den Drogenanbau umsteigen. Zum Nachdenken regte die Jungs während des Workshops weiterhin die Aufgabe an, den Verdienst von zwei Kaffee anbauenden Familien mit einem Verdienst von einerseits 80 Dollar und andererseits 160 Dollar auf verschiedene lebensnotwendige Dinge aufzuteilen: Essen, Arzneimittel, Schulausbildung, Anbau in der Landwirtschaft, Hauseinrichtung und Fahrkosten. Schnell wurde klar, dass bei einem geringen Verdienst die Grundbedürfnisse der Kaffeebauern, wie Nahrung oder medizinische Versorgung, kaum oder gar nicht befriedigt werden können, während Bauern, die einen fair bezahlten Kaffeepreis erhalten, einen erheblich höheren Lebensstandard besitzen.
Die letzte Station auf dem fairen Stadtrundgang sollte das Neumarkter Rathaus sein, wo Umstände der Entstehung und die Produktionsschritte eines billigen T-Shirts aus Indien thematisiert wurden. Erstaunen ließ die Jungs unter anderem, dass 100 Liter Wasser für die Herstellung von drei T-Shirts benötigt werden und die Arbeiter auf den Baumwollplantagen ohne Schutzkleidung durch das ständige Bespritzen mit hochgiftigen Düngemitteln aus dem Flugzeug schwer krank werden. Die nähere Betrachtung der Produktionsschritte vom Anbau, Spritzen, Ernten, Spinnen, Weben, Färben, Nähen über das Bügeln und Verpacken bis hin zum Transport, Verkauf und die Entsorgung deckte schließlich weitere unmenschliche Arbeitsbedingungen auf. In kaum gesicherten Industriehallen ohne Notausgänge, Feuerlöscher und mit viel zu engen Gängen kommt es während der Arbeit kaum zu einer Fluchtmöglichkeit, wenn Feuer auftritt, wie ein trauriges Beispiel aus der Vergangenheit in Bangladesch zeigte. Schwangere Frauen müssen oftmals die harte Bügelarbeit übernehmen – in heißen, schweißtreiben Räumen – um sie auf diese Weise zur Kündigung zu bringen. Auch die Umwelt leidet in Indien extrem unter der Kleidungsindustrie, so sagen Indiens Flüsse oftmals voraus, welche T-Shirt-Farbe im nächsten Jahr Trend sein wird, nachdem die Abwässer ungeklärt in die Flüsse geleitet werden.
„Was macht ihr eigentlich mit euren Kleidern, wenn ihr sie nicht mehr benötigt?“, erkundigte sich die Expertin aus dem Eine-Welt-Laden zum Ende des Stadtrundgangs. Neben dem Verschenken, dem Verkauf auf Basaren, dem Spenden in der Kleiderkammer kamen auch die Entsorgung in Kleidercontainern zur Sprache, wobei man hier unbedingt auf das Siegel „Faire Wertung“ aufpassen muss, so warnte Frau Rupp. Um den Wert von Kleidung weiterhin zu erhalten, werden in Neumarkt als Fairtrade-Stadt aus alten Kleidern Taschen genäht.
Wieder angekommen im Unterricht, reflektierten die Schüler abschließend ihre vielen neu gewonnenen Erkenntnisse. So formulierte Erik Fieder beispielsweise seine Gedanken: „Ich finde es wichtig auf Nachhaltigkeit zu achten und sich auch Gedanken über die Herstellung der Waren zu machen. Wir Menschen sehen meist nur das fertige Produkt, doch machen uns selten Gedanken über die Löhne oder die Produktionsweise.“

Erik Fieder, 7c & Claudine Conrad